Ein Zuhause für die Familie oder ein neues Spielzeug – was die Menschen glücklich macht ist unterschiedlich. Das Thema „Glück“ wurde neulich von 100 internationalen Wissenschaftlern untersucht und daraus ist ein Buch entstanden. Der Reporter Karsten Huhn schrieb darüber einen Artikel für das bayerische Sonntagsblatt, den ich zusammengefasst weitergebe:
Wie schon die Bibel vor 2000 Jahren haben jetzt auch Glücksforscher erkannt: Zum Glücklichsein brauchen wir vor allem liebende Mitmenschen. Die meisten Glücksforschern geben den Ratschlag: „Suchen Sie das Glück nicht in sich selbst, sondern in Ihren Beziehungen zu anderen Menschen“. Der Psychologie professor Christopher Peterson empfiehlt: „Lieben und ehren Sie die Menschen, die Ihnen wichtig sind.“ In der Bibel steht dieser Rat schon seit 2000 Jahren. Dort heißt es im Römerbrief 12, 10: Seid einander in herzlicher geschwisterlicher Liebe zugetan! Übertrefft euch in gegenseitiger Achtung!
Geld scheint nicht glücklich zu machen: „Je materialistischer wir sind, desto weniger zufrieden sind wir mit unserem Leben“, schreibt Helena Hnilicova. Auch diese Sichtweise findet sich im Neuen Testament: Ich habe gelernt, mit dem zufrieden zu sein, was ich habe, schreibt der Apostel Paulus. Ich kann in Armut leben und mit Überfluss umgehen … Durch den, der mich stark macht, kann ich in allem bestehen (Philipper 4, 11-13).
Viele Aussagen der Forscher klingen so, als seien sie aus der Bibel abgeschrieben. Der Aufenthalt in der Natur birgt Glücksmomente: „Man kann großes Glück gewinnen, wenn man Vögeln beim Singen zuhört, wenn man aufmerksam Bäume, Pflanzen und Blumen, fließendes Wasser, Wolken, Sonnenauf- und -untergänge ansieht“, rät der Psychologieprofessor Strümpfer. Dieselbe Erfahrung macht der Beter in Psalm 104. Er lobt Gott: Du lässt Brunnen quellen in den Gründen, dass die Wasser zwischen den Bergen fließen, dass alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lösche. Dort sitzen die Vögel des Himmels und singen unter den Zweigen. … Herr, wie sind deine Werke so groß und viel! Du hast sie alle weise geordnet, und die Erde ist voll deiner Güter.
Viele Bibelleser haben Probleme mit der Geschichte von Hiob, der Familie, Haus, Habe und Gesundheit verliert und dennoch zu dem Schluss kommt: Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Böse nicht auch annehmen? (Hiob 2, 10). Schwer zu praktizieren scheint auch diese Auf- forderung: Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus für euch (1.Thessalonicher 5, 18).
So schreibt der Psychologe Gary Reker: „Hören Sie auf, sich Sorgen zu machen. Glückliche Menschen machen sich keine Sorgen – weil Sorgen eine Form des unerfreulichen Denkens sind.“ Ähnlich sagt Jesus in der Bergpredigt: Sorgt nicht für den andern Morgen; denn der morgige Tag wird für das Seine sorgen. Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene Plage habe (Matthäus 6, 34). Oder wenn Jesus rät: Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde; sammelt euch Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost zerstört; denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein (Matthäus 6, 19-21).
Zum Umgang mit Fehlern schreibt der Sozial- wissenschaftler Philippe Van Parijs: „Wir müssen lernen, Fehlschläge zu vergessen, und nach vorne schauen.“ Zum Vergleich: Im Brief an die Philipper schreibt Paulus: Ich vergesse das Vergangene und schaue auf das, was vor mir liegt. Ich laufe mit aller Kraft auf das Ziel zu, um den Preis zu gewinnen, für den Gott uns durch Jesus bestimmt hat.
Zum Abschluss noch eine simple Erinnerung des mexikanischen Forschers Vega: „Vergessen Sie nicht, glücklich zu sein.“ Steht auch das in der Bibel? Na klar! Etwa im Brief an die Philipper 4, 4: Freuet euch in dem Herrn allewege! Und abermals sage ich: Freuet euch!
Jesus spricht:
Glücklich sind, die arm im Geist sind;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Glücklich sind, die trauern;
denn sie sollen getröstet werden.
Glücklich die Sanftmütigen;
denn sie werden die Erde besitzen.
Glücklich, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit;
denn sie werden satt werden.
Glücklich sind die Barmherzigen;
denn sie werden Barmherzigkeit erfahren.
Glücklich die im Herzen Reinen;
denn sie werden Gott schauen.
Glücklich sind, die Frieden stiften;
denn sie werden Gottes Kinder heißen.
Glücklich, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihnen gehört das Himmelreich.
Matthäus 5